Das RegioBus-Projekt „Schülerinnen und Schüler als Busbegleiter“

Um was geht es?

An jedem Schultag benutzen etwa 35 000 Schülerinnen und Schüler die Busse der RegioBus. In der Region Hannover werden ca. 250 Schulen angefahren. Dabei kommt es leider auch immer wieder zu aggressivem Verhalten, vor allem nachmittags auf der Fahrt nach Hause. An den Bushaltestellen wird gedrängelt und geschubst, denn jeder will als erster im Bus sein, um einen Sitzplatz zu bekommen. Aber gerade auch im Bus gibt es während der Fahrt Rangeleien, Aggressionen, unangenehme Situationen wie z.B. „Pöbeleien“. Sitzpolster werden sogar beschädigt oder bemalt.

Nur selten greifen Altersgenossen oder erwachsene Fahrgäste ein, wenn etwas passiert. Das Fahrpersonal muss sich auf die Strecke konzentrieren und bekommt im vollbesetzten Bus oft nicht mit, was im hinteren Teil vor sich geht.

Wie ging's los?

Im Rahmen eines Ausbildungsprojekts wurden an der KGS Hemmingen Mitte Oktober 2007 32 Schülerinnen und Schüler von der RegioBus zu Busbegleitern ausgebildet.

Im Vorfeld wurde in allen 8. Klassen unserer Schule während des Unterrichts über das Projekt informiert. Dabei stand die Freiwilligkeit der Schüler im Vordergrund. Voraussetzung für die Teilnahme war ihr Interesse an der Aufgabe, die Erlaubnis der Eltern und Eignungsempfehlungen der Lehrkräfte. Um zusätzlichen Zeitaufwand zu vermeiden, müssen die Busbegleiter Schüler sein, die sowieso mit dem Bus zur Schule fahren.


  • Info Busbegleiter
  • Zertifikat Busbegleiter

Was tun Busbegleiter?

Während der mehrwöchigen Ausbildung spielen die Schülerinnen und Schüler Situationen im Bus durch und entwickeln Lösungsstrategien.

Die Schüler können bestimmte Situationen besser als mancher Erwachsene abschätzen und entsprechend auf ihre Mitschüler einwirken.

Busbegleiter sind aber keineswegs Hilfspolizisten oder der verlängerte Arm des Verkehrsunternehmens. Sie sollen sich nicht in Gefahr begeben. Die Schüler sind vielmehr Vermittler zwischen Schülern untereinander auf der einen und Busfahrer und Schülern auf der anderen Seite.

Die Busbegleiter sind ehrenamtlich tätig. Jedoch hat die Tätigkeit durchaus Vorteile für die Schüler. Das Engagement geht mit einem positiven Entwicklungsschub einher, das Selbstbewusstsein, soziale Kompetenz und Zivilcourage werden gestärkt. Zudem erhalten die engagierten Jugendlichen einen Vermerk im Zeugnis, denn soziale Kompetenz ist bei zukünftigen Bewerbungen sicher von Vorteil.


Wie geht es weiter?

Zukünftig findet das Projekt immer wieder im 8. Jahrgang der Carl-Friedrich-Gauß-Schule statt, so dass jährlich immer wieder neue Busbegleiter aus dem 8. Jahrgang ausgebildet werden.

Dadurch steigt die Zahl der Busbegleiter in den nächsten Jahren kontinuierlich. Ausscheidende Schülerinnen und Schüler werden automatisch durch neue ersetzt.

Ansprechpartner in der Schule:

Zur Zeit Matthias Brautlecht