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Familie Machmoud

Vom 23.10.2017

Bushra Machmoud, geb. 01. Januar 2003

Liebe Schülerinnen und Schüler, sehr geehrte Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen, vor einem Jahr hatte ich unsere Schulöffentlichkeit auf ein syrisches Mädchen aufmerksam gemacht, das mit seiner Mutter und zwei Geschwistern in einer Einzimmerwohnung in einem Randbezirk von Damaskus lebt.

Zur Erinnerung:

Dieses syrische Mädchen heißt Bushra. Sie ist zuckerkrank (Diabetes 1) und braucht ständig Medizin (Insulin). Zweimal im Monat geht sie zu einer Kontrolle in ein „Krankenhaus“, sofern dies möglich ist. Bleiben die Medikamente aus, fällt sie in einen Komazustand. Bleiben die Medikamente ganz aus, besteht die Gefahr, dass Bushra aus dem Koma nicht mehr erwacht.

Ob durch diese Komazustände weitere bleibende Schädigungen hervorgerufen werden und ob weitere Organe geschädigt sind, lässt sich in der Kriegssituation Syriens und mit den Möglichkeiten der Familie nicht untersuchen. Dazu kommt, dass die Kosten für die laufenden Medikamente (Insulin), die in dem Kriegsland Syrien, wo Mangel an allem herrscht, noch über dem deutschen Niveau liegen.

Es ist in der aktuellen Kriegssituation für die Mutter schon schwer genug für das Überleben der vier Personen zu sorgen, aber ganz unmöglich ohne fremde Hilfe die notwendige Medizin zu bezahlen.

Ihr Vater Baschar Machmoud ist anerkannter Flüchtling in Deutschland (Aufenthaltsrecht aus humanitären Gründen – Bescheid vom 25.2.2016).

Herr Mahmoud war auf dem Flughafen von Damaskus beschäftigt. Bei Kriegsbeginn wurde er zwangsrekrutiert, er ist aber aus der Regierungsarmee desertiert. Es ist ihm gelungen aus Syrien nach Deutschland zu flüchten. Von hier aus versucht er, seine Familie finanziell zu unterstützen. Bei seinen bescheidenen finanziellen Möglichkeiten gelingt dies aber bis jetzt nicht ohne fremde Hilfe.

Seit einem Jahr unterstützt nun unsere Teestube und weitere Personen die Familie finanziell. Unsere Schule hat sich auch durch eine Unterschriftenaktion, gerichtet an die deutsche Botschaft in Beirut, für eine Familienzusammenführung eingesetzt.

Nun ist es soweit!

In den Herbstferien konnte die Familie zu ihrem Vater nach Deutschland einreisen. Bushra kann sich hier nun gründlich untersuchen und behandeln lassen.

Über Ihr Glück bei der Begrüßung am Flughafen von Berlin haben uns die Mahmouds ein kleines Video geschickt. Sie bedanken sich tausendmal!

Wir freuen uns mit der Familie und wünschen ihr alles Gute.

Reinhold Baaske